WASSERWERKE, DOCKLANDS
Rosa Lachenmeier entfacht in ihren Werken ein spannendes und mehrschichtiges Spiel von Differenz und Wiederholung, Repräsentation und Medialität, Formalismus und Spontaneität. Die Wirklichkeit des Hafens schwimmt mit dem Fluss buchstäblich davon. Der technischen Herstellung der Fotografien, die Lachenmeier auch mit dem Computer bearbeitet, steht die Intuition der Malerei gegenüber. Weil auch im streng formalisierten Verfremdungsverfahren des Entwicklungsprozesses nicht alle Effekte vorhersehbar sind, wird der Zufall zur treibenden Kraft und damit zur Schaltstelle von Technik und Intuition.
Roland Mühlemann
Zuger Presse vom 27.August 2002, zur Ausstellung "Docklands" in der Galerie Billing Bild Baar.
206 Blick ins Blaue, MDF, 56x80 cm, 2001