rhythmische Qualität, die gefrorene Zeit wird so in der Bildabfolge aufgetaut.
Mit den Mitteln der Malerei reagiert Rosa Lachen-
meier nun auf die in den Fotografien erscheinenden Formen und Farben. Die Unterscheidung der Medien wird im Übergang von taktile Qualität erreichender, pastos aufgetragener Farbe zu feiner Lasur zunehmend verwischt. Die gemalten Flächen überschreiten und verbinden die streng getrennten Foto-grafien und bringen so das Fliessen sinnlich erfahrbar zurück ins Bild.
Diese Bewegung nun wird durch Adriana Stadlers Installation gleichsam in den Raum hineingetragen. Die Oberflächen der in zwei symmetrischen Quadraten ausgelegten, im Flussbett gerundeten und von der Künstlerin geteilten Steine bilden eine Wellenlandschaft. Der Schnitt durch die Steine erscheint wie der Versuch, in den freigelegten Schichten die versteinerte Zeit erfahrbar zu machen.
Durch die geschickte Zusammenstellung entsteht zwischen den Werken beider Künstlerinnen je nach Betrachterstandpunkt integrative Harmonie oder trennende Spannung. So wird der Betrachter beim Begehen des Raumes immer wieder aus seiner Versunkenheit in die Empfindung des ruhigen Fliessens zurückgeworfen in die Konfrontation mit den künstlerischen Interventionen ins scheinbar Gegebene.
Adrian Aebi, Basler Zeitung vom 21. Juni 2001
zur Ausstellung in der Galerie Mäder Basel