PIECES OF AMSTERDAM
Menschen die vorübergehen, Häuser die bleiben: Szenen aus dem alltäglichen, urbanen Leben. Pulsierend in ihrer vitalen Energie bilden sie eine Art erweitertes Biotop, in dem das Eine auf das Andere trifft und in Beziehung tritt. Passanten gleiten vorüber wie Pinselspuren, verwischt im Puls der Zeit. Festgehalten und eingefroren in der Momentaufnahme erwachen sie zu neuem Leben als Akteure auf der Bühne des Bildes, eingewoben im Muster aus Türen und Fenstern, Schriften und Farbspuren. Im Rhythmus von Streifen und Striemen spiegelt sich derjenige der Strasse.
Ein Hin und Her, das Waagrechte und Senkrechte der Malerei, die Spur der Handbewegung korrespondiert mit der architektonischen Struktur des Vertikalen und Horizontalen. Dick aufgetragen und wieder weggewischt, eingekratzt und aufgefüllt, kontrastiert die haptisch erlebbare Farbmaterie mit der Glätte der darunterliegenden Fotografie, das physisch präsente Material mit der glatten Realität des Abbilds. (...)
Aus:
Pieces of Amsterdam, Amsterdam, 2000

187 Rozen, 84x40 cm,
Mixed Media, Mdf-Platte, 2003